Wo ist das Einfache hin, wo ist es geblieben?

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Zu viel digitales Marketing?Wir leben in einer modernen Welt mit einem Gehirn aus der prähistorischen Zeit. Das hat zur Folge, dass rationale Entscheidungen nicht immer auf Basis vollständiger Informationen oder feststehender Präferenzen erfolgen. Denken wir an verzerrte Wahrnehmungen oder falsch interpretierte Situationen. Übertragen auf das Marketing, können wir behaupten: Marketers leben in einer digitalen Welt mit einer prä-digitalen Mentalität. Denn trotz der Bedeutungszunahme des „Digitalen“ und der „bereinigenden“ Rezessionen in den Jahren 2001 und 2007, deren Folgen sowohl die Aufgaben als auch die Rolle der Marketers fundamental geändert haben, sind Marketingorganisationen und deren Prozesse immer noch so aufgestellt, als würden sie noch im Jahr 1999 leben! Hurra, die Party hat nie aufgehört… Dummerweise hat sich die Welt weiter gedreht. Die Konsequenz: viele Marketers fühlen heute ein „digitales Unbehagen“.

Wo ist nur das Einfache hin, wo ist es geblieben?

Nehmen wir einfach ein paar Zahlen, die belegen, dass die schön warme analoge Höhle nicht länger existiert. Marketers leben heute auf dem heißen Asphalt des Daten-Highway:

Marketingverantwortliche haben heute 15% weniger Zeit für fast siebenmal so viele Projekte als noch vor 15 Jahren. Nicht genug: außerdem arbeiten sie bei den Projekten mit fast zwölfmal so vielen Agenturen zusammen.

Vor 15 Jahren hat ein typisches B2B-Unternehmen mit einem Umsatz von $1 Mrd. rund $40 Mio. für Marketing, Sales Enablement und Unternehmenskommunikation ausgegeben. Diese $40 Millionen waren verteilt auf 7,8 Agenturen für 1337 Projekte mit einer durchschnittlichen Projektlaufzeit von 8,1 Wochen. Heute gibt das gleiche Unternehmen $44 Millionen aus, verteilt auf 93 Agenturen für 8756 Projekte mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 1,25 Wochen.

Wow.

Eine Frage ist deshalb nur logisch und unvermeidlich.

Glauben wir wirklich, dass wir diesen Herausforderungen ohne ein konsequentes Umdenken in den Bereichen Organisation, Prozesse und eingesetzte Werkzeuge gewachsen sind?

Heute muss das Marketing da sein, wo der Kunde ist. Und dafür müssen Marketers nicht nur anders arbeiten, sondern ständig offen und auf der Suche sein … nach neuen Möglichkeiten und Gelegenheiten… und vor allem in der Lage, schnell auf sie zu reagieren.

Neue Gelegenheiten ergeben sich, wenn Marketers in der Lage sind, den stetig wachsenden „User Generated Content“ zu nutzen und darauf zu reagieren. Und zwar schnell. Langwierige und komplizierte Prozesse sind genau das Gegenteil dessen, was erfolgreiche Marketing-Teams heute auszeichnet.

Damit Marketers ihrem „digitalen Unbehagen“ ein Ende setzen können, sollten sie sich kritisch mit einigen Fragen auseinandersetzen, wie zum Beispiel:

  • Wie viele einzelne Genehmigungen benötigen sie durchschnittlich, um eine digitale Anzeige oder Kampagne zu starten?
  • Existiert ein gut durchdachter Prozess für die Genehmigung von betreutem und „User Generated Content“?
  • Wie hoch ist der Prozentsatz an Social Content, der ohne Prüfung veröffentlicht wird?

Wenn Marketers es schaffen, aus der Falle des Reagieren auszubrechen und wieder zu agieren, kann die Party wieder steigen. Aber dafür brauchen Marketers Prozesse, Strukturen und eine Mentalität, die gemacht sind für die neue digitale Welt.

Wenn Sie mehr erfahren wollen, downloaden Sie den Artikel „Überforderung digitales Marketing“.

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